Mama ohne Limit..

Me, Supermom? Mama ohne Limit...

Butter bei die Fische. Siebzehn Monate und neun Tage bin ich jetzt Mama. Es ist wunderbar, niemals hätte ich es mir so schön vorgestellt. Niemals aber auch, habe ich es mir so anstrengend vorgestellt.

Alles will ich gut machen, perfekt, gut reicht mir nicht, auch wenn ich das sagen würde, wenn man mich fragt. Ich will Alles geben, oft mache ich das auch. Außerdem arbeite ich Vollzeit und versorge unser Kind mindestens die Hälfte des Jahres während der Woche alleine. Supermom?

Mir macht das Spaß, meistens, dieses Mamasein. 

Ich koche frisch, gesund und abwechslungsreich, wann immer das geht. Fast immer.

Ich spiele und lese dem Kleinen viel vor. Wir toben und bauen Irgendwas. Sind viel Draußen, mit dem Bobby Car, dem Fahrrad, treffen Freunde.

Am schönste finde ich es, wenn ich viel Zeit mit dem Babyboy verbringen kann. Ihn in die Kita zu bringen, fällt mir oft schwer, das zeige ich ihm natürlich nicht, aber es ist so. Ich verspüre eine Art schlechtes Gewissen, obwohl ich weiß, dass es ihm dort super gefällt und er gerne dort ist und viel Freude hat und es ihm darüber hinaus auch sogar gut tut. Die Gesellschaft packt noch eine Schippe drauf,  "Oh, du arbeitest? Toll, wie du das schaffst. Ich könnte das nicht." (Leute, ich mach das nicht zum Spaß!)

Was ist hier eigentlich los? Ich habe ständig das Gefühl nicht genug zu sein! Woher kommt das? 

Und dann das unterschwellige Bewusstsein, eigentlich mal etwas für mich machen zu müssen. Mal rauszukommen, mich zu erholen, mich mal wieder zu betrinken, ausgelassen feiern. (Dafür fühle ich mich übrigens zu müde). Auch da sitzt mir die Gesellschaft im Nacken. Die Muttis mit Erfahrung und großen Kindern. Hatten die Moms mit jetzt fast erwachsenen Kindern da andere Strategien oder können die das einfach nur so leicht sagen, weil sie schon raus sind aus der Zeit, in der sie quasi die Kinder an der Brust getragen haben? Apropos, stillen, das machen wir auch noch einmal am Tag.

Ich kriege das nicht hin, mich abzunabeln, also kaum und sehr selten. Ich bin so eng gebunden an mein Kind. Das ist ja auch gut so einerseits. 

Für Heute habe ich Hannos Babysitterin, die bisher zweimal da war gebucht, um entspannt zum Friseur zu gehen. Ihm hat die Zeit mit ihr bisher Freude gemacht, er weiß ja, dass wir da sind und wir wiederkommen. Warum machen wir das nicht öfter? Uns Zeit gönnen? Für uns? Mal nicht Mama und Papa sein, sondern einfach nur wir? Warum neige ich dazu mich selbst zu vergessen und Alles an Kraft ins Elternsein zu stecken? Warum haben ich sooft ein schlechtes Gewissen? Ich bin doch sonst so knallhart und taff, also im Job und eigentlich immer, außer beim Mamasein, da bin ich knallhart zu mir selbst.

Wie macht ihr das?

 

 

Immer an deiner Seite...

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These days...

In geheimer Mission...

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Kommentare: 1
  • #1

    Cherry (Samstag, 26 August 2017 10:53)

    Oh ja, das kenne ich. Und ernsthaft: ich habe absolut keine Lösung. Allerdings wird mein Lütter in ein paar Tagen erst ein Jahr alt. Vielleicht habe ich in ein paar Jahren die Lösung.��
    Ich will eine gute, tolle, liebevolle, Quatsch machende, fröhliche, ausgeglichene, wache und lustige Mutti sein. Und das ganze dann noch mal als Ehefrau. Ach ja, da wäre ja noch der Haushalt, der Garten, die Katzen.... Ganz vergessen, arbeiten gehe ich ja auch noch. Und dann bin da ja noch ich. Hm, irgendwie hat der Tag zu wenig Stunden.... Ich brauche einen Assistenten für mein Leben.�