...wenn das Kind kein Gemüse isst...

Was machen, wenn das Kind bestimmte Lebensmittel verschmäht?

Ein guter Esser. Er ist eigentlich ein richtig guter Esser. 13,3 Kilo und richtig kräftig. Bis er zehneinhalb Monate alt war, wollte er ausschließlich stillen. Dann aber ging es los. Am liebsten Tellerchen mit viel Auswahl. Ein bisschen Käse, Ei, Banane und Brot, Möhren und Süßkartoffeln. 

Jetzt ist es seit Wochen anders. Das Kind verweigert alles, was Gemüse ist. Keine Kartoffeln, keine Möhren, keine Gurken, keine Avocado. Die unendliche Liste der Gemüsesorten erspare ich euch jetzt.

Den Grund würde ich gerne verstehen, zumal ja zum Beispiel Möhren und Süßkartoffeln im gekochten Zustand durch den  höhen Glucosegehalt sogar süß sind.

Kurzzeitig kam da richtig Stress am Esstisch auf. Doch dann war die Lösung so einfach. Warum nicht Gemüse einfach  flüssig verabreichen? 

Pürriert, also in Form von Smoothies hat der Kleine noch nix unangerührt gelassen. Smoothies oder auch Quetschties gehören hier zu den täglichen Lebensmitteln. Wann immer es geht, mache ich Smoothies selbst, und das geht fast immer. Und siehe da, das Kind lässt Alles stehen und liegen, wenn er seine Quetschbeutel sieht (daraus möchte er sogar manchmal Wasser trinken). Und es stört ihn gar nicht, dass es ausschließlich Green Smoothies gibt, das richtet Papa beim Wocheneinkauf geschickt so ein, Hauptsache es schmeckt, und das tun sie.

 

Ich habe euch in den letzten Wochen unsere Lieblingsrezepte aufgeschrieben und die wiederverwendbare Quetschbeutel von Squiz ausprobiert. Eins vorweg, die Dinger sind klasse und halten absolut dicht!

 

Die Squiz Quetschbeutel sind den gekauften Beuteln optisch sehr ähnlich, was das Kind schnell herbeilockte. Alle Materialien sind BPA - frei und stammen aus der EU. Die Beutel werden in der Schweiz hergestellt und von Menschen mit Behinderung verpackt. Nachhaltigkeit steht hier im Vordergrund. Das gefällt mir sehr. Sie sind mit einer kleinen Spülbürste super zu reinigen und halten wie schon gesagt, total dicht. Ebenfalls kann man sie in die Spülmaschine packen, was allerdings nicht nötig war, da ich sie optimal mit der Hand reinigen konnte. Die Quiz - Beutel werden gefüllt, indem man den Zippverschluss am Boden öffnet und dadurch eine große Öffnung hat. Öffnen, befallen, zudrücken, fertig!! Einfrieren kann man die Beutel auch, so hat man immer frische Smoothies.

 

Ihr wollt die Squizbeutel gerne probieren? Super. Unter allen Kommentierenden verlose ich ein Set von Squiz. Außerdem müsst ihr Squiz auf Instagram folgen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahme ab 18 Jahre. Euer Wohnsitz muss in der Schweiz, Deutschland oder Österreich sein. Keine Gewinnauszahlung. Teilnehmen kann man hier per kommentar oder über mein Instagramprofil per Kommentar im Originalpost. Verlinkt gerne eure Freunde. Ausgelost wird am 20.11.2107 um 22.00 Uhr! Viel Spaß!

  

 

 

Gorilla 

1 Banane

1 großzügige Hand voll frischen Spinat (geht auch tiefgefroren)

1 Möhre

350 ml Wasser oder Kokoswasser

 

Dackel

 

1 großzügige Hand voll Beeren (geht auch tiefgefroren)

10 cm Gurke

1 Pfirsich

350 ml Wasser oder Kokoswasser

 

Elefant

1 Banane

1 Stange Stangensellerie

1 Möhre

etwas Zimt

350 ml Wasser oder Kokoswasser

 

Löwe

1 Apfel

1/2 Avocado

1/2 Fenchel

1/2 Banane

etwas Vanille

etwas frisch gepressten Limettensaft

350 ml Wasser oder Kokoswasser

 

 

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Gastbeitrag

Kennt ihr meinen Gastbeitrag bei Familie Nimmerland? Habt ihr mal überlegt,was nach der Geburt mit der Plazenta geschieht?

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Mama ohne Limit..

Me, Supermom? Mama ohne Limit...

Butter bei die Fische. Siebzehn Monate und neun Tage bin ich jetzt Mama. Es ist wunderbar, niemals hätte ich es mir so schön vorgestellt. Niemals aber auch, habe ich es mir so anstrengend vorgestellt.

Alles will ich gut machen, perfekt, gut reicht mir nicht, auch wenn ich das sagen würde, wenn man mich fragt. Ich will Alles geben, oft mache ich das auch. Außerdem arbeite ich Vollzeit und versorge unser Kind mindestens die Hälfte des Jahres während der Woche alleine. Supermom?

Mir macht das Spaß, meistens, dieses Mamasein. 

Ich koche frisch, gesund und abwechslungsreich, wann immer das geht. Fast immer.

Ich spiele und lese dem Kleinen viel vor. Wir toben und bauen Irgendwas. Sind viel Draußen, mit dem Bobby Car, dem Fahrrad, treffen Freunde.

Am schönste finde ich es, wenn ich viel Zeit mit dem Babyboy verbringen kann. Ihn in die Kita zu bringen, fällt mir oft schwer, das zeige ich ihm natürlich nicht, aber es ist so. Ich verspüre eine Art schlechtes Gewissen, obwohl ich weiß, dass es ihm dort super gefällt und er gerne dort ist und viel Freude hat und es ihm darüber hinaus auch sogar gut tut. Die Gesellschaft packt noch eine Schippe drauf,  "Oh, du arbeitest? Toll, wie du das schaffst. Ich könnte das nicht." (Leute, ich mach das nicht zum Spaß!)

Was ist hier eigentlich los? Ich habe ständig das Gefühl nicht genug zu sein! Woher kommt das? 

Und dann das unterschwellige Bewusstsein, eigentlich mal etwas für mich machen zu müssen. Mal rauszukommen, mich zu erholen, mich mal wieder zu betrinken, ausgelassen feiern. (Dafür fühle ich mich übrigens zu müde). Auch da sitzt mir die Gesellschaft im Nacken. Die Muttis mit Erfahrung und großen Kindern. Hatten die Moms mit jetzt fast erwachsenen Kindern da andere Strategien oder können die das einfach nur so leicht sagen, weil sie schon raus sind aus der Zeit, in der sie quasi die Kinder an der Brust getragen haben? Apropos, stillen, das machen wir auch noch einmal am Tag.

Ich kriege das nicht hin, mich abzunabeln, also kaum und sehr selten. Ich bin so eng gebunden an mein Kind. Das ist ja auch gut so einerseits. 

Für Heute habe ich Hannos Babysitterin, die bisher zweimal da war gebucht, um entspannt zum Friseur zu gehen. Ihm hat die Zeit mit ihr bisher Freude gemacht, er weiß ja, dass wir da sind und wir wiederkommen. Warum machen wir das nicht öfter? Uns Zeit gönnen? Für uns? Mal nicht Mama und Papa sein, sondern einfach nur wir? Warum neige ich dazu mich selbst zu vergessen und Alles an Kraft ins Elternsein zu stecken? Warum haben ich sooft ein schlechtes Gewissen? Ich bin doch sonst so knallhart und taff, also im Job und eigentlich immer, außer beim Mamasein, da bin ich knallhart zu mir selbst.

Wie macht ihr das?

 

 

Immer an deiner Seite...

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These days...

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SPREAD LOVE

SPREAD LOVE

Ab sofort wird der Gewinn jedes verkauften my MY BABY IS MY CARDIO Bechers an die SOS - Kinderdörfer gespendet

Gutes tun, irgendwie ist mir das seit ich Mutter bin noch bewusster. Man wird so unglaublich verletzlich, will schützen, was man nur eben beschützen kann. Den kleinen Menschen stärken, ihm ein Vorbild sein, Liebe und Glück schenken. Das das leider nicht allen Kindern zu Teil wird, ist eine Tatsache, die nix Neues ist, die es immer schon gab und die wir nicht vergessen sollten. Nicht alle Kinder haben Eltern, die sie unterstützen, lieben und begleiten können. Aus ganz vielen unterschiedlichen Gründen. Die SOS - Kinderdorf - Familien geben vielen Kindern ein Zuhause, in dem sie nach besten Möglichkeiten das Familienleben leben können, welches sie mit ihren leiblichen Eltern nicht können. Ein Zuhause zu haben, in dem man sich geborgen fühlt, Ansprechpartner und ein Gefühl von Zusammenhalt hat, ist für jedes Kind so wichtig! Ich habe mich entschieden, den Erlös des MY BABY IS MY CARDIO Bechers ab sofort an dieses tolle Projekt zu spenden. Das sind pro verkauftem Becher eine stolze Summe von 4 Euro.

Ideengeber für diese Entscheidung war die liebenswürdige Saskia Behrens, die das Projekt SUPPORT THE KIDS AND THE MAKERS auf die Beine gestellt hat. Da müsst ihr unbedingt vorbeischauen.

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Heile,heile Gänschen - Die Kindernotfall - Box

Insgeheim hofft jede Mama und jeder Papa, das niemals ein wirklich schlimmer Notfall eintritt. Im Kopf hat man viele Situationen durchgespielt. Was mache ich wenn? Wie reagiere ich richtig. Kann ich im Ernstfall eigentlich Erste - Hilfe leisten bei meinem Kind, einem Kind. 

Ich habe mir bereits und der Schwangerschaft vorgenommen einen Erste - Hilfe - Kurs für Babys und Kinder zu machen. Leider habe ich das bis jetzt nicht getan. Tatsächlich mangels Angebot zu elternfreundlichen Zeiten.

Unser Kleiner ist seit Monaten ein Krabbelkind, er klettert überall drauf, geht an Möbeln entlang und findet nahezu Alles so interessant, dass er viel Aufwand betreibt, um an Gegenstände zu gelangen, findet Dinge, die nicht für ihn gedacht sind und kann mit Allem spielen, dass ihm ins Auge fällt.

Je aktiver Kinder werden, desto höher ist die Chance, dass sie sich auch mal verletzen, sich klemmen, fallen, ratschen und quetschen.

Vor einigen Wochen erst waren wir bei Freunden. Beim Krabbeln auf dem Holzboden der Terrasse zog der Kleine sich unzählige Splitter an Füßen, Knien und Händen zu. Wir bemerkten es zu spät.

Völlig schockiert stellten wir Zuhause fest, warum das Kind seit mehr als einer Stunde quengelig und weinerlich war. 

Kurz zuvor hatten wir die Kindernotfall - Box zugesendet bekommen. Eine Box, die wichtige Erste - Hilfe - Materialien speziell für Kinder enthält und darüber hinaus eine Broschüre mit praktischen Handlungsanweisungen zur Ersten - Hilfe am Säugling und Kind.

Angespannt versuchten wir unseren Sohn zu beruhigen, was natürlich schwer war. Erst als wir selbst ruhiger wurden und kurz in der Broschüre nachlesen hatten, wie Holzsplitter zu entfernen sind, konnten wir anfangen die etwa 30 Splitter zu entfernen.

Die Kindernotfall - Box enthält eine Splitterpinzette. Wir hatten die Box gerade erst, wie in der Broschüre empfohlen um Wunddesinfektionsmittel und wichtigste Medikamente ergänzt. 

Zum Glück.

Mit Hilfe der beiliegenden Lupe war das Entfernen sicherlich leichter. Der Kleine machte das super mit. Glücklicherweise hat sich nichts entzündet.

Die Kindernotfall - Box enthält neben den Materialien wie Pflaster und Fieberthermometer, vor allem auch die Utensilien, die man im Normalfall nicht Zuhause hat, wie beispielweise eine Zeckenkarte und ein Zahnrettungsset. 

Alles ist in einer praktischen, kleinen Plastikbox verstaut und passt in jeden Kinderwagen oder jeden Ausflugsrucksack.

Klar kann man alle Utensilien einzeln und er Apotheke oder Drogerie kaufen, denken vielleicht Einige. 

Allerdings liegend die Kosten für die Kindernotfall - Box bei gerade einmal 20,00 €. 100% des Erlös gehen an die Forschung für Frühgeborene am Universitätsklinikum Bonn. Die Boxen werden in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungr eha GmbH gepackt. Der Link führt euch direkt in den Shop.

Rundum also eine gute Sache.

Hier auf dem Blog darf ich eine Kindernotfall - Box an euch verlosen.

 

Teilnahmebedingungen:

 

Um teilzunehmen, folgt bitte Kindernotfall - Box auf Facebook

Außerdem, allerdings ist das eine Herzensangelegenheit und keine Muss, verlinkt eure Freunde, damit viele Leute von der Kindernotfall - Box und diesem tollen Projekt erfahren. 

Doppelte Gewinnchance erhaltet ihr, wenn ihr das Bild auf Instagram oder Facebook mit den Hashtag #kindernotfallbox_callitcool# repostet. 

Diese Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook oder Instagram Teilnehmen kann jeder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Teilnahme ab 18. Keine Gewinnauszahlung.

Ausgelost wird am 20.07.2017 um 20.00 Uhr.

 

Viel Glück!!

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Coole Sommererfrischung

Homemade Estragon Eistee - eine tolle sommerliche Erfrischung

Hausgemachter Eistee geht immer.  Letztes Wochenende habe ich spontan einen Eistee aus noch vorhandenen Zutaten gemacht. Irgendwo hatte ich mal ein Rezept mit Estragon gesehen. Der ganze Balkon ist grad voller Estragon und irgendwie muss ein so spezielles Gewürz ja auch verwendet werden. Ich finde den Geschmack von Estragon herrlich erfrischend, allerdings benutze ich das Gewürz tatsächlich selten. Das ändert sich jetzt...Estragon ist eine tolle Alternative zu Minze und gar nicht so vertaubt, wie sein Ruf.

 

 

All you need...

 

+ 2 Äpfel in Scheibchen geschnitten

+ 1 Hand voll Estragon

+ je nach Geschmack 10 - 50 ml Ahornsirup,

  Agavendicksaft oder Kokosblütenzucker

+ 2 ausgepresste Zitronen

 

Zubereitung...

Die Äpfel werden in Scheibchen geschnitten und zusammen mit dem Estragon, dem Ahornsirup und den frisch gepressten Zitronensaft in einen Topf gegeben und mit kochendem Wasser übergießen.Den Eistee abkühlen lassen und eiskalt servieren.

Ich bin ein Fan von nicht zu süßen Getränken, so dass ich zum Servieren ein großes Marmeladeglas bis zum Rand mit Eiswürfeln gefüllt habe und dann mit Eistee aufgefüllt habe. Uhhh, das war super lecker und total erfrischend.

Den restlichen Eistee habe ich übrigens in Eiswürfelbeuteln eingefroren. Also umgekehrte Reihenfolge. 

Einen werde mir jetzt genehmigen.

Alkoholischen Eistee haben wir auch schon probiert. Dazu einfach den fertigen Eistee mit einem Schuss Wodka auffüllen.

Happy Weekend;-)

 

D.I.Y Regal -einfach und clean

D.I.Y. Regal

D.I.Y. Ich stelle fest, ich bin gar nicht so unbegabt. Ich mache, baue, nähe, schraube tatsächlich viel. Und es macht mir Spaß. Heute bin ich total inspiriert in den Baumarkt gefahren - eine Idee im Kopf. Ich will endlich ein Kinderzimmer einrichten. Es soll einfach, umzugsfreudig und nicht so kindlich sein. Eher clean, schlicht, wiederverwendbar, wandelbar. Diese Eigenschaften sind tatsächlich daran Schuld, dass das Kind mir über einem Jahr immer noch kein Kinderzimmer hat. Ich wollte ein Regal für Kuscheltiere, Bücher, Utensilien. Eins das vielleicht sogar im Wohnzimmer schön aussieht. 

 

 

Kennt ihr Eurokörbe? Diese Körbe, die im Supermarkt auf dem Rollwagen stehen oder beim Obsthändler? Oder die Plastikkisten in denen wir in den 80ern unsere Legosteine lagerten? Gesucht, gefunden. Mit nur zwei Dingen habe ich ein total cooles Regal gebastelt. Ohne Schraube, Kleber, Nieten. Lediglich Aufbewahrungskisten und Neonschnur.

Cool sieht es auch aus, wen einzelne Kisten wie etwa ein Setzkasten an der Wand befestigt wird.

 

 

Do it...

Die Materialliste ist sehr überschaubar. Man benötigt lediglich Aufbewahrungskisten oder Eimer, Maurerschnur und eine Schere. 

Du stapelst die Kisten oder Eimer so aufeinander, dass sie stabil stehen. Die meisten Aufbewahrungskisten, Eimer sowieso, haben irgendwo ein kleines Loch, in dem du die Schnur mehrfach verboten kannst, damit beim Wickeln genug Zug und Festigkeit entsteht. Das Ende der Schnur verknotest du erneut. Fertig ist dein Regal. Ich habe vielleicht 5 Minuten gebraucht. Alle benötigten Materialien findest du im Baumarkt. Falls schwerere Gegenstände in das Regal sollen, oder das Regal wie in unserem Fall ins Kinderzimmer kommt, sollte es wegen der Kippgefahr an der Wand befestigt werden. Viel Spaß beim nachbauen. 

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Wir stillen...

Wir stillen...

Er ist ein Jahr alt. Wenn er sich hinstellt, könnte man meinen, er sei Zwei. Ein stattliches Kerlchen. Agil und interessiert. Alles wird entdeckt, auf den Kopf gestellt, geschüttelt und gedreht. Es gibt nix, aber auch gar nix, dass ihn nicht interessiert. Gerne strömt er in der Wohnung aus und ist dann eine ganze Zeit lang nicht mehr zu sehen. Er traut sich was, er entfernt sich, wird auf seine Weise selbstständig.

 Er stillt. Es ist das Größte für ihn.

Was aus ihm geworden ist, in einem Jahr. Er kam doch so klein und zart zu Welt, fast vier Wochen vor dem errechneten Termin. Meine Hebamme sagte mir, dass er besondere Nestwärme, das Kuscheln auf nackter Haut und ganz viel Stillen benötige. Intuitiv merkte und wusste ich das. So verbrachten wir Stunden Haut an Haut im Bett, kuschelten und stillten wochenlang fast ununterbrochen. Nicht nur Hanno, auch ich brauchte das. Das Bonding war mir ein so bewusster Prozess. Ich hatte Zeit, konnte mich komplett auf uns konzentrieren, mich treiben lassen in diesem Schaumbad der Gefühle. Und nein, es war nicht alles rosarot. Ich versorgte Hanno und mich die ersten Wochen fast ausschließlich alleine. Der berufliche Zeitplan erforderte das. Schnell war das Stillen ein Ritual, das unkompliziert in unseren Alltag integriert war. Ich hatte tatsächlich kein einziges Problem. Keinen schmerzhaften Milcheinschuss, keine wunde Haut, keine Brustentzündung. Nichts.

Als um uns herum schon kräftig Gläschen und Weichgekochtes verputzt wurde, stillte Hanno noch voll. Da war er sechs Monate. Während der Schwangerschaft dachte ich immer, zu diesem Zeitpunkt etwa abzustillen. Ich stellte mir das Stillen im Vorfeld sehr anstrengend vor - nach einem  halben Jahr sei sicherlich ein guter Zeitpunkt, das Kind von der Brust zu kriegen. So dachte ich. Ich genoss das Stillen, die Nähe, die Freude, die Hanno hatte, wenn er stillte. Die magische Grenze des Abstillen rückte immer weiter nach Hinten. Weihnachten, spätestens Weihnachten, da würde er neun Monate sein, da würde ich abstillen. Ein Glas Wein genießen, wieder was freier sein. So, so. Weihnachen waren wir immer noch bei vollstillen. Abgesehen von einem Scheibchen Banane und ein bis drei Löffelchen Brei, die er unregelmäßig zu sich nahm, obwohl er zu jeder unserer Mahlzeiten etwas zum Essen angeboten bekommen hat. Zeitweise war ich gestresst deswegen, schließlich würde ich, wenn er ein Jahr alt ist, wieder arbeiten.

Hanno ist jetzt zwölfeinhalb Monate, ich arbeite und stillt immer noch. Und das ist gut so. Alles läuft nach Plan. Er stillt nicht, weil ich ihn nicht abgestillt bekomme. Er stillt, weil er es liebt, weil ich es liebe. Es ist unsere Quality Time. Ein schönes Ritual.

Nebenbei ist es natürlich ein Immunbooster. Die Konzentration an bestimmten Antikörpern ist im zweiten Lebensjahr ähnlich hoch, wie im Kollustrum.

Warum also sollten wir das Stillen beenden. Es tut gut, lief immer problemlos. 

Wie lange wir das noch wollen? Ich weiß es nicht, wir lassen es auf uns zukommen, so wie wir es bis jetzt auch gemacht haben. 

 

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Ich trage dich, weil du es liebst, weil ich es liebe, weil wir zusammen gehören!

Das ich mal eine Tragemama durch und durch werden würde, habe ich vor mehreren Jahren nicht gedacht. Ich fand das Ganze immer ziemlich öko und habe vor allem die tragenden Papas immer heimlich belächelt. 

O.K., man wächst mit seinen Aufgaben. Da wir im 6. Stock ohne Aufzug leben, war schnell klar, dass wir eine Tragehilfe benötigen werden. Ohne mich groß mit der Materie auseinanderzusetzen, besorgte ich mir ein schönes Tragetuch. Ich achtete vor allem darauf, dass es schön und gleichzeitig schlicht war, bunt geht gar nicht, und es ging natürlich nur um das Treppensteigen. Darüber hinaus war der Kinderwagen für alle anderen Ausflüge angedacht. 

Den ersten Ausflug im Tuch unternahm der Kleine mit seinem Papa. Es ging zum Arzt. Wir wollten Hanno gerade in die Babyschale setzen, als unsere Hebamme fragte, ob wir keine Trage oder ein Tuch hätten, das wäre viel einfacher und da Hanno erst zwei Tage alt war, sollten wir daran denken, dass es am schönsten für ihn sei, ganz nah bei uns zu sein. Klang logisch. Sie half beim Binden und ich lachte natürlich nicht, sondern war eher den Tränen nah, als ich das drei Kilo Paketchen seelig an Papas Brust schlummern sah. Das vorher noch schreiende Kind war binnen Sekunden zur Ruhe gekommen und schlief. Perfekt dacht ich, wenn er mal weint, dann packe ich ihn ins Tuch. Das Tragen mit Tuch war eine tolle Sache, zumindest für Papa. Ich hingegen war vom Tragen im Tuch nicht überzeugt, da es für mich einfach nicht gut funktionierte. Es ziepte und zwickte und mein Rücken war einfach nicht dafür gemacht, was vielleicht auch an meinem gerade abgeheilten Wirbelbruch lag. Es musste also was Richtiges her. Eine Trage. Für mich liegt der Vorteil einer Trage in der Geschwindigkeit des Anlegens und Einpackens des Babys sowie der Festigkeit, die eine Trage bietet, sowohl für den Träger und auch für das Kind. 

Bellybutton x Manduca

Die Bellybutton by Manduca Babytrage, die wir in den vergangenen Wochen testen durften, habe ich hinsichtlich dessen genau unter die Lupe genommen. Wie bereits erwähnt, ist das Design einer Trage für mich nicht unerheblichIch. Ich kannte die Bellybutton by Manduca bereits und freute mich riesig, auf das schlichte, aber dennoch Bellybutton typische Design.

Manduca hat die Tragen überarbeitet, so dass sie jetzt eine verbessert Ergonomie für Mutter und Kind und höheren Tragekomfort aufweisen.

Wer kennt das nicht. Das ewige Tragen, Heben und auf dem Boden Hocken führt dazu, dass der elterliche Körper an seine Grenzen geht. Verspannungen, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen sind häufig lästige Begleiterscheinungen. Und ungeachtet dessen, geht es jeden Tag  weiter - Bücken, Heben, Tragen - denn die Babys wollen ständig auf Mamas und Papas Arm sein, am liebsten den ganzen Tag. Eine Tatsache, die ich schnell lernte und die es in den Alltag zu integrieren hieß. Denn den für die Spaziergänge eingeplante Kinderwagen, schob ich Monatelang nur als Accessoire vor mir her, während der Kleine meist mehrere Stunden am Tag in der Trage verbringt und verbrachte. Über die Praktikabilität hinaus, die den Alltag Zuhause und Unterwegs ungemein erleichterte, ist und war der Hauptaspekt des Tragens aber vor allem, dass Hanno immer nah bei mir ist.

 

 

"ALWAYS CLOSE ENOUGH TO KISS!"

 

 

Nirgendwo kommt er so zur Ruhe, wie in der Trage. Niemals verlasse ich das Haus ohne Trage. Entweder packe ich sie in die Wickeltasche, den Kinderwagen oder schnalle sie mir gleich um, denn früher oder später will Hanno in die Trage oder ich verspüre das Bedürfnis nach Nähe, will ihn tragen, schnuckeln und kuscheln, sein Näschen stubsen oder ihn kitzeln und zum Lachen bringen.

Tragekomfort bedeutet für mich vor allem, dass meine Schultern optimal entlastet sind, was durch einen gut sitzenden Beckengurt garantiert wird und nicht nur jetzt wichtig ist, wo das Kind 12 Kilo wiegt, sondern von Anfang an wichtig war, denn am Anfang sind auch drei Kilo viel für einen Körper, der grade ein Kind zu Welt gebracht hat und dem die Schwangerschaft noch in den Knochen steckt.

Im Vergleich zu meinem älteren Manduca Model, sind die Tragegurte der Bellybutton by Manduca Babytrage noch besser gepolstert und der Beckengurt stabiler, was entlastender wirkt. Außerdem sind die Brustgurte einfacher und mehrfach verstellbar und besser anpassbar, was ein wichtiger Aspekt ist, denn häufig wird die Trage von Mama, Papa und weiteren Personen genutzt, so dass schnelles und einfaches individuelles Anpassen sehr wichtig ist. Die Babys sitzen in der Manducatrage durch die speziellen und extra tiefen Abnäher in der orthopädisch korrekten M - Stellung.

 

 

Du kannst deine Baby auf drei unterschiedliche Weisen tragen und sogar Stillen funktioniert in der Trage ganz easy!

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Von der Lattemacciato-Mum zur Working- Mum

Bild:Steffi Sinzenich @gaumenfreundin
Bild:Steffi Sinzenich @gaumenfreundin

Der Tag würde kommen, dass war gewiss – jetzt ist er fast da, der letzte Tag meiner Elternzeit – mein erster Arbeitstag. Die letzten Monate schwebte das Damoklesschwert über uns.

Dank Flintenuschie, ehemals Mutti der Nation, zumindest meine persönliche Mutti der Nation, alias Ursula van der Leyen, selbst hundertfache Mutter und daher Profi im Buisiness, konnte ich ein ganzes Jahr zuhause bleiben und dem Mutterdasein fröhnen. Das, was sie auf den Weg gebracht hat, fand ich schon super, als es mich noch gar nicht betroffen hat, das Elterngeld. Man wird nicht reich davon, es ist weniger, als mein Gehalt, aber es ermöglichte mir ein Jahr hochkonzentriert Mama zu sein, langsam in meine Rolle hineinzuwachsen, mein Kind zu begleiten auf dem Weg in die Welt. Eins sei schon mal vorweggenommen, ich habe nie einen Job lieber gemacht, als den des vergangene Jahres. 

Vollzeitmama, Vollzeitmutti, Lattemacciatomum, Hausmütterchen oder Dauerurlauberin, alles Bezeichnungen, die ich tatsächlich zu hören bekommen habe,  für das, was ich die letzten elfeinhalb Monate gemacht habe. In vierzehn Tagen werde ich wieder zurück in meinen erlernten Job gehen, nicht in meinen Lieblingsjob, denn das ist definitiv der, den ich gerade ausübe. Ich fühle mich irgendwie gekündigt, will weiter die Lattemacciatomum sein, Zeit haben, Zeit genießen, alles mit Ruhe angehen, noch einen Sommer nur draußen sein, von früh bis spät, weil kein Termin ruft, kein Zeitdruck herrscht. Theoretisch könnte ich das, allerdings ohne Einkünfte, denn Elterngeld gibt es maximal ein Jahr, man kann es sich auch auf zwei Jahre aufteilen. Hätte in unserem Fall nicht gepasst. Ich gehe also wieder arbeiten und nur, dass das klar ist, ich klage nicht darüber. Ich bin Lehrerin. Ja, denkt ihr jetzt, was will die denn, die hat doch vormittags recht und nachmittags frei- ein Teilzeitjob, verbeamtet und fettes Einkommen. Darum geht es gar nicht.

 Ich freue mich in gewisser Weise auch wieder auf meine Arbeit, allerdings habe ich auch gleichzeitig Angst. Angst davor, die doppelte Belastung nicht zu schaffen. Zwei Jobs zu machen, die beide so viel Menschlichkeit abverlangen, so viel Aufmerksamkeit und Interaktion. Seit Wochen liege ich nachts wach, ja super, genau jetzt, wo das Baby mal nachts besser schläft, und mache mir Gedanken. Klappt das mit der Tagesmutter? Wie wird der Kleine es dort finden? Wird er mich vermissen, sich von mir entfernen, weil ich nicht mehr 24/7 am Start bin? Was erlebt er tagsüber? Wie wird meine Arbeit werden? Was wird mir abverlangt? Halte ich dieser Maschinerie stand?

www.likelife.de
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Mein kleines Baby, die letzten 351 Tage hat sich alles nur um dich gedreht, alles, und das war toll. Wie das so ist mit Abschieden, er fällt mir schwer, der Abschied von meiner Elternzeit, sehr schwer. Ich bin nicht für Abschiede gemacht, sie tun mir weh, ich habe Angst. Ich will das sie bleibt, am liebsten für immer oder zumindest bis du deinen Führerschein hast mein Kleiner.

Ich bin deine Mama, dein Anker, deine Insel, dein sicherer Platz - für immer.

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